ÜBER DEN MR


Marktplatz MiltenbergDer Miltenberger Ring ist ein Dachverband studentischer Korporationen. Zweck des Verbandes ist die Förderung des Kontaktes unter seinen Mitgliedern, die ortsübergreifende Zusammenarbeit sowie die Pflege des schwarzen Couleurstudententums.

Die Mitglieder des MR sind nichtfarbentragend, überkonfessionell, politisch ungebunden, nehmen nur männliche Studenten auf und schlagen keine Mensuren unter Zwang. Verbandstagungort ist Miltenberg am Main. Der Vorsitz ("Vorort") des MR wechselt im jährlichen, nach Gründungsdatum festgelegtem Turnus unter den Mitgliedsbünden. Im Jahr 1999 feierte der MR sein 80jähriges Jubiläum.

Der MR ist Mitglied im Convent Deutscher Akademikerverbände (CDA).

Geschichte des MR:
Fackelzug auf dem Miltenberger Marktplatz (1931)Der Miltenberger Ring wurde im Jahre 1919 als Verband schwarzer (d.h. nichtfarbentragender) studentischer Verbindungen gegründet. Vorgänger war der von den Heidelberger Verbindungen Leonensia, Rupertia und Karlsruhensia gegründete "Verband schwarzer schlagender Verbindungen" (VssV).
Gemeinsam war allen Mitgliedern das Prinzip der unbedingten Satisfaktion, die Bereitschaft, lebenslange Freundschaften zu bilden und zu pflegen sowie bereits schon damals das "Toleranzprinzip", welches die weitgehende Freiheit des Einzelnen in Bezug auf Konfession, (partei-)politischer Richtung, persönlicher Lebensauffassung sowie Staatsangehörigkeit beinhaltet. Der Anspruch, die Mitglieder des MR "zu mündigen und verantwortungsvollen Staatsbürgern" zu bilden, war Selbstverständlichkeit.
Als Verbandstagungsort wurde das mittelalterliche Städtchen Miltenberg am Main gewählt, da es den ungefähren regionalen Mittelpunkt der damaligen Verbandsmitglieder darstellte. Das damalige Verbandslied war "Drei Klänge sind's".
Bis zur (Zwangs)auflösung des Verbandes im Jahre 1935 traten dem MR insgesamt 11 schwarze Verbindungen bei.


Wieder auf nach Miltenberg! (1955)Bei seiner Rekonstitution 1953 sah sich der MR einer wesentlich kleineren Zahl aktiver Verbindungen mit weniger Mitgliedern gegenüber; das Prinzip der unbedingten Satisfaktion wurde als nicht mehr zeitgemäß zugunsten des fakultativen Schlagens aufgegeben. 1973 schließlich fusionierte der MR mit dem "Wernigeroder Schwarzen Verband" (WSV), der zumeist aus jungen, an technischen Universitäten vertretenen Verbindungen bestand, zum "Miltenberg Wernigeroder Ring" (MWR). Aufgrund von auf Dauer unüberbrückbaren Differenzen trat ein Großteil der alten MR-Bünde bis 1993 aus dem MWR aus mit dem Ziel, den alten MR wiederzugründen.

 

1.Verbandstreffen nach der Wiedergründung 19951995 fand die anvisierte Wiedergründung des MR in seiner urspünglichen Form stilgerecht im Gasthaus "Riesen" zu Miltenberg statt. Derzeit gehören dem MR sieben schwarze Verbindungen an; als neues Verbandslied wurde "Die Gedanken sind frei" gewählt.
Der Begriff "Ring" umschreibt den Zweck des Verbandes sehr gut: Wahrung der historisch gewachsenen Eigenart jeder Mitgliedsverbindung bei gleichzeitigem Bestreben gegenseitiger Annäherung und der Förderung gemeinsamer Interessen. Trotz pluralistischer Auslegung sind die Mitglieder des MR ihrem Wesen nach gleichartig, so daß dem Verband eine hoffentlich wieder blühende Zukunft beschieden sein wird. Integraler Bestandteil des Verbandslebens ist weiterhin das alljährliche Verbandstreffen im malerischen Miltenberg am ersten Wochenende nach Pfingsten sowie die Wintertagung beim aktuellen Vorort.

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